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13. Eisen
In den Autos steckt jede Menge Blech. Blech ist dünnes Eisen. Woher kommt das eigentlich? Zum Teil aus Schweden, zum Großteil aber aus dem Brasilien, dessen Regierung den Erzförderfirmen erlaubte, eine 800.000 km2 (die zehnfache Fläche Österreichs) große Wunde in den amazonischen Regenwald zu schlagen, um hochwertiges Eisenerz herauszubaggern. Nicht nur der Wald wird zerstört, auch indigene Völker werden vertrieben, Flüsse vergiftet und noch mehr Bäume gerodet und verbrannt bei der Eisenverhüttung. Toter Wald, vertriebene Menschen, vergiftete Flüsse, damit wir Auto fahren können? Nein, danke!
14. Müll
Derzeit beträgt die durchschnittliche Lebensdauer eines österreichischen Autos 10 Jahre. Rezykliert wird ein Bruchteil. Der Rest ist Mist. Darunter Sperr-, Sonder- und Giftmüll. Jährlich drängen 350.000 Pkw-Wracks auf die nationalen Autofriedhöfe. Nur kompostieren Blechleichen dummerweise nicht.
15. Kriegsgrund Auto
Benzin wird bekanntlich aus Erdöl gemacht, das bekanntlich nicht überall in Hülle und Fülle vorkommt. Ohne benzindurstige Autos gäbe es keine Ölkrisen und darauffolgende Weltwirtschaftskrisen, geschweige den Golfkrisen mit Golfkriegen. Der Öl-gegen-Waffen-Tausch würde ebenfalls ein Ende finden. (In Österreich verbraucht der Verkehr zwei Drittel aller Mineralölprodukte.)
16. Negative Handelsbilanz
Österreich ist ein Nettoimporteur von Autos, Zubehör, Ersatzteilen und Treibstoff. Insgesamt reißt das Privat-Kfz einen Krater von 27 Milliarden Schilling in die österreichische Außenhandelsbilanz.
17. Arbeitsplätze
Was aus dem Ausland importiert wird, verhindert hierzulande Arbeitsplätze. Würde sich Österreich ein luxuriöses öffentliches Verkehrssystem basteln, bedeutete das einen gewaltigen Aufschwung am Inlandsarbeitsmarkt, mitsamt dem dazugehörigen Aufschwung der Binnenwirtschaft (endlich ökologisch begrüßenswertes Wachstum, noch dazu gekoppelt an Beschäftigungswachstum).
Eine erste diesbezügliche Studie kommt aus Deutschland: Der Umstieg von einem autozentrierten auf ein öffentliches Verkehrssystem brächte demnach 300.000 Arbeitsplätze netto, das heißt, die Verluste in der Automobilindustrie schon abgezogen. Deren Personalstände schrumpfen übrigens durch Globalisierung und Rationalisierung um die Wette. Gerade noch jeder 23. Industriearbeitsplatz Deutschlands hängt am Auto.
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