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8. Krebserregende Schadstoffe
Es seien nur zwei "prominente" Krebserreger im Benzinabgas genannt: Kohlenmonoxid und Benzol. Sie gehören zu einer Summe von "Umweltgiften", die zusammen das Krebsrisiko bei den Menschen in den Industrienationen deutlich erhöhen.

9. Noch mal 2400 Tote pro Jahr
Nach neuesten Zahlen der WHO, der Weltgesundheitsorganisation, sterben in Österreich jährlich 2400 Menschen, also mehr als doppelte so viele, wie auf dem Schlachtfeld Straße umkommen, durch verkehrsbedingte Luftschadstoffe. Wie soll man dass nennen. 2400-fache fahrlässige Tötung?

10. Schwermetalle
Blei, Zink, Kadmium, ... alles, was die Natur nicht begehrt, beschert ihr jeder Autofahrer bei jeder Autofahrt. Schwermetalle sind hochgiftig, aber unvermeidlich, wenn man "freie Fahrt" für sich in Anspruch nimmt.

11. Lärm
70% der Österreicher besitzen einen Führerschein, 35% ein Auto. Dieses Drittel bestimmt die Lebensqualität aller. Senkt sie. Die Wohnungen am Wiener Gürtel waren einst 1-A-Quartiere. Heute nähern sie sich dem Substandard. Der Grund: Fast 24 Stunden Dauerlärm (und Gestank). Dieselben Probleme gibt es noch in den hintersten Gebirgstälern. Die Tiroler Transitgegner wissen ein Lied davon zu weinen.

12. Freiheitsraub
Der, der Auto fährt, gewinnt an Freiheit. Wenn er nicht gerade im Superstau steckt. Oder seinen Wohnblock zum vierten Mal umkreist, weil sich partout keine Parklücke öffnen will. Aber er nimmt allen Nichtautofahrern, den "Schwachen" (Senioren, Kindern, nichterwerbstätige Frauen), bedeutend mehr Freiheit, als er für sich erkämpft:
  1. Immer mehr Ziele werden autogerecht gestaltet, vom Shopping-Zentrum bis zum Reihenhaus. Wer nicht motorisiert ist, hat Pech gehabt, wird immobil.
  2. Die Nichtmotorisierten werden zum Erreichen dieser Ziele von den Motorisierten abhängig. Zum Teil werden sie auch von den neuen Autofahrer-Zielen abhängig, wenn zum Beispiel der Greisler im Bezirk zusperren muss, weil er mit den Preisen des ausgelagerten Supermarktes nicht mithalten kann. Die Zahl der Nahversorger in Österreich hat sich seit den siebziger Jahren halbiert.
  3. Besonders abhängig werden Kinder von ihren Eltern bzw. vom Kindermädchen bis etwa zum siebten oder achten Lebensjahr. Allein ist es außer Haus schlicht zu gefährlich. Die Nintendo-Generation kann als "Erfolg" einer Elterngeneration gewertet werden, die vermeint, ohne Auto nicht mobil sein zu können.
  4. Das Auto braucht enorm viel Platz. Den haben dann Fußgänger, Radfahrer, spielende Kinder oder spazierende Senioren nicht mehr zur Verfügung.
  5. Schaffung von "Angsträumen". Gefährlich wird es auch für Frauen, die aufgrund der Dominanz des Autos auf der Oberfläche durch dunkle und unübersichtliche Fußgängertunnels durch müssen. Besonders unangenehm für FußgängerInnen ist beispielsweise die Matzleinsdorfer Passage in Wien. Wo das Auto regiert, muss der Fußgänger unter die Erde.
  6. Wenn die Autos alles verstopfen, kommt auch der öffentliche Verkehr nicht weiter. Busse stecken ebenso im Stau der Privatautos wie Straßenbahnen. Die Nichtautofahrer müssen trotz verantwortungsvollem Mobilitätsverhalten büßen.
  7. Die Behörden gehen von der Selbstverständlichkeit des Autobesitzes aus und versorgen den "Rest" der Bevölkerung gerade mit dem notwendigen Minimum an öffentlichem Verkehr. Sie lassen die Öffis vom Auto wegkonkurrieren. Dagegen werden die (heiligen) "Melkkühe der Nation" von der Gesamtheit aller Steuerzahler (auch den Nicht-Autofahrern) mit jährlich 55 Milliarden Schilling subventioniert (nach Berechnungen der EU-Kommission; Staukosten und Treibhauseffekt sind darin noch gar nicht berücksichtigt).
  8. Ebensowenig berücksichtigt, aber alltäglich ist das Bespritzen der Fußgänger durch die vorbeirasenden Autos bei Regenwetter. Das Gefühl der Schutzlosigkeit, Ohnmacht und Wut (ganz abgesehen von den Reinigungskosten) wird von Autofahrern selten einkalkuliert.




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