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3. Systemische Massentötung
Nicht nur von Menschen, sondern auch von Tieren. In Spanien sind es jedes Jahr über 10 Millionen Wirbeltiere (auf Österreich tiefgerechnet: 2 Millionen). Insekten sind da nicht dabei, aber Katzen, Frösche, Igeln, Füchse, Rehe, Luchse und ab und zu eine Kuh.
4. Treibhauseffekt
Die Biosphäre ist imstande, pro Mensch und Jahr 2 Tonnen Kohlendioxid (CO2) aufzunehmen. Die "entwickelten" Nationen emittieren ein Vielfaches - der durchschnittliche Österreicher beispielsweise 7 Tonnen por Jahr -, weshalb die CO2-Konzentration in der Atmosphäre ansteigt (um mehr als ein Drittel seit Beginn des Industriezeitalters). Die Autofahrer blasen allein beim Herumfahren mehr als 2 Tonnen in die Luft (durchschnittlicher Benzinverbrauch: 7,5 Liter; durchschnittliche Jahreskilometerleistung: 12.000 Kilometer). Welcher Autofahrer aber denkt an die Menschen in Bangladesh oder auf den Malediven, deren Lebensraum akut von Überschwemmung bedroht ist? Oder an die Opfer von Wirbelstürmen, Sintflutregen und Dürrekatastrophen, die das durcheinandergebrachte Klima fordert.
Seit 1990, dem Basisjahr für die Reduktion der Treibhausgase nach dem Kioto-Vertrag, stiegen die Treibhausgasemissionen des Verkehrs in Österreich um sage und schreibe 62 Prozent (2003).
Neben CO2 kommt auch Distickstoffmonoxid (N2O), besser bekannt als Lachgas, ungeschoren aus den Katalysatoren (ebenso wie das Kohlendioxid, dessen Menge der Kat sogar erhöht). Lachgas ist 310mal treibhauswirksamer als CO2. Aber bisher in den Klimastatistiken nicht berücksichtigt.
5. Vorbild Norden?
Vom Kantschen Imperativ könnte man ableiten, dass man nur solche Verhaltensweisen wählen solle, die global nachhaltig sind, das heißt, die von allen Menschen - und nicht nur einer reichen Elite im Norden - gewählt werden können, ohne dass der Planet davon Schaden nimmt. Autofahren geht sich bei weitem nicht für alle Menschen aus. Schon jetzt (lediglich ein Fünftel der Menschheit ist motorisiert) ist es zuviel (Treibhauseffekt). Dazu kommt die Vorbildwirkung, die der Norden auf den Süden ausübt. Wenn alle Chinesen, Inder, Nigerianer und Südamerikaner auch autofahren wollen, dann Gute Nacht, Planet. (Würde sich der Lebensstil Deutschlands auf den gesamten Globus ausbreiten, dann käme es zu einer Versechsfachung der globalen Autoflotte von derzeit 500 Millionen auf drei Milliarden.)
6. Saurer Regen und Waldsterben bzw. Gebäudefraß
Aus den Auspuffen der Autos kommen nicht nur Treibhausgase wie das CO2, das selbst kein direkter Schadstoff ist (es kommt ohnehin in der Atmosphäre vor), sondern auch Schwefeldioxid (SO2) und Stickoxide (NOx), die, mit Wasser vermischt, Säuren bilden und den Regen sauer werden lassen. Der tötet den Wald, aber auch Wiesen und Seen. In den Städten frisst er an Gebäuden und Denkmälern.
7. Bodennahes Ozon ("Sommersmog") und Asthma
Gemeinsam mit den Stickoxiden sind die Kohlenwasserstoffe, die ebenfalls den Auspuffen entströmen, Vorläufersubstanzen für bodennahes Ozon, das sehr aggressiv ist (es wirkt oxidierend) und unter anderem alle Schleimhäute angreift. In den Städten der Industrienationen leiden bis zu 15% aller Kinder an chronischem Asthma. In Salzburg sind es beispielsweise 8%. Von den übrigen Atemwegserkrankungen, von Husten bis Bronchitis, ist die Bevölkerung flächendeckend betroffen. Man könnte mit Augenbrennen und sonstigen "kleineren" Beeinträchtigungen der Gesundheit eine lange Liste erstellen. Die sonst recht ausgeprägte Sorge um die Kleinen kommt beim Thema Auto nicht zum Zug.
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