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25 Gr�nde gegen das Privatauto
1. Stiller Krieg
J�hrlicher Tod von �ber tausend �sterreichern. Zwischen 1960 und 2000 starben �ber 75.000 Menschen auf �sterreichs Stra�en, mehr als zwei Millionen wurden verletzt. W�hrend die Zahl der Toten von durchschnittlich 2.500 in den siebziger Jahren auf 1.250 in den Neunzigern gesunken ist, steigt die der Verletzten wieder an - auf 56.000 pro Jahr.
Kein anderes Sozialverhalten von dieser Gef�hrlichkeit w�rde gebilligt werden. Kein anderes Sozialverhalten von dieser T�dlichkeit d�rfte beworben werden. Zu jedem anderen Sozialverhalten mit so vielen Opfern w�rde man fieberhaft Alternativen suchen.
Auf den Stra�en der EU herrscht Krieg. J�hrlich 45.000 tote Zivilisten, darunter Frauen und Kinder. Nur: Dieser Krieg ist nicht in den Medien. Er ist Alltag.
Weltweit sterben j�hrlich 1,2 Millionen Menschen im Verkehr. 20 bis 50 Millionen werden schwer verletzt. In den Industriel�ndern ist die Zahl r�ckl�ufig, in China stieg sie seit 1975 um 250 Prozent.
Die erste Verkehrstote war die Britin Bridget Driscoll. Die 44-j�hrige Mutter von 2 Kindern wurde am 17. August 1896 von einem Auto eines jungen Mannes in London erfasst und starb. Der Motorwagen hatte AugenzeugInnen zufolge eine "ungeheure Geschwindigkeit" - mit knapp 13 km/h rund die doppelte, f�r die er angelegt war. Der junge Fahrer wollte einer Dame imponieren. Der Untersuchungsrichter mahnte damals: "So etwas darf nie wieder passieren."
2. Fahrl�ssiger Mord?
Die Autofahrer bringen sich nur gegenseitig um. Jeder, der da mitmacht, ist selbst schuld. Sagen die Autofahrer. Zahlen? 1961-1966 starben 2825 Autofahrer auf �sterreichs Stra�en. Und 3718 Fu�g�nger! (57.000 wurden �berfahren, ohne zu sterben.) Wenn heute nicht mehr so viele Fu�g�nger umgebracht werden, dann nicht, weil die Gefahr abgenommen h�tte, sondern weil immer weniger Menschen es noch wagen, zu Fu� unterwegs zu sein und, so sie es dennoch tun, inzwischen h�llisch aufpassen und siebenmal links und rechts schauen, bevor sie sich mit radikal eingeschr�nkter Bewegungsfreiheit weitertrauen. (Das Risiko pro Kopf steigt weiter an.) Von fahrl�ssiger (Fahr' l�ssig!) T�tung zu sprechen halte ich f�r verharmlosend, weil das �berfahren von Menschen durch Autofahrer System hat und somit jeder, der sich hinter das Lenkrad klemmt, wei�, dass er damit das Leben von Fu�g�ngern gef�hrdet, und welcher Lenker, der pl�tzlich jemanden unter den R�dern hat, h�tte sich tr�umen lassen, da� es eines Tages ihm "passieren" w�rde? Das In-Kauf-Nehmen von Risken bedeutet die volle Verantwortung. Das �berfahren und Verletzen von nach wie vor 5.000 Fu�g�ngern (1996) ist eine kollektive Schuld aller �sterreichischen Autofahrer, an der man sich beteiligt, sobald man ins Auto steigt. Dann erst kommen die anderen Autofahrer (1996: 625 Tote und 31.000 Verletzte). An drei Viertel der Unf�lle, bei denen Fu�g�nger get�tet werden, sind laut Justiz die Autofahrer schuld.
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